Geschichte

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird am Fuße des Keilbergs bei Regensburg Kalkstein abgebaut und zu hochwertigem Kalk veredelt. Mehrere Unternehmen nutzten die hochwertigen Vorkommen. 

 

1876 übernahm David Funk einen der Betriebe. David Funk war nicht nur innovativer Industrieller, sondern auch Unternehmer mit sozialem Verantwortungsbewusstsein. Bereits 1880 begründete er eine Betriebskranken- und Unterstützungskasse für Firmenangehörige und ihre Familien. 

Andreas Büechl beteiligte sich im Jahre 1900 am Kalkwerk Kummer und übernahm es später vollständig. 1911 wagten die drei Unternehmer Büechl, Micheler und Funk einen damals außergewöhnlichen und weitsichtigen Schritt: Sie gründeten ein Gemeinschaftsunternehmen für die Vermarktung ihrer Produkte, die Verkaufsstelle der Walhalla-Kalkwerke. 

Nach den schweren Jahren des 2. Weltkrieges begann in den Werken der Wiederaufbau und in der Folgezeit die kontinuierliche Modernisierung und der Ausbau der Kalkproduktion. Neue Märkte wurden erschlossen - die Porenbeton-, Trockenmörtel- und Stahlindustrie. Dem stärker werdenden Umweltschutzgedanken folgend, wurde 1977 der Vertriebsgesellschaft eine Entwicklungsabteilung für neue Produkte mit entsprechender Fachberatung im Vertrieb angegliedert. Es entstand die Walhalla-Kalk Entwicklungs- und Vertriebs-GmbH. 

Zur Herstellung der unterschiedlichsten Spezialmischprodukte für Verkehrswegebau, Geotechnik und Umweltschutz nach individuellen, kundenspezifischen Anforderungen, wurde Anfang der 90er Jahre in beiden Walhalla-Kalkwerken je eine computergesteuerte Mehrkammermischsiloanlage errichtet. 

Zum 1. Januar 1999 erwarb die Heidelberger Cement AG den Kalkbereich der Firma Büechl und übertrug ihn auf das Tochterunternehmen Kalkwerk D. Funk. Ebenso wurde der Geschäftsbetrieb der Walhalla-Kalk Entwicklungs- und Vertriebs-GmbH als Verkaufsabteilung integriert. Der für den Standort Regensburg typische und weit über Bayern hinaus bekannte Markenname "Walhalla Kalk" wurde zum gemeinsamen Firmennamen.

Im Jahre 2014 entschloss HeidelbergCement sich von seinen Kalkaktivitäten zu trennen. Zum 1. September 2015 übernahm das belgische Familienunternehmen Lhoist, einer der weltgrößten Kalkhersteller, die Gesellschaftsanteile von HC und integrierte Walhalla Kalk in den Geschäftsbereich Rheinkalk / Lhoist Western Europe (LWE)